Musik-Comedy-Kabarett-Gala: am 17. Dezember, 20.30 Uhr in der Gackeleia in Ronneburg

ShowStoppers-Logo"Musical Konfusical"

Satire auf die Musicallandschaft in Deutschland.



Ronneburg. Die Ronneburger Kleinkunstbühne Gackeleia zeigt es allen: Die Geschichte der rasanten Fahrt durch die großen Musical-Produktionen.

Die ShowStoppers
begeistern mit einem flotten und dynamischen Programm durch Einfallsreichtum, Esprit und stimmliches Know How, vom dem sich ihre Kollegen auf den großen Bühnen einige Scheiben abschneiden könnten. Alles kombiniert mit einer höchst amüsanten Rahmenhandlung. Die Künstler Bernhard Westenberger, Hans-Jürgen Mock, Lisa Salzmann und Sabrina Römer aus dem Posthofkeller in Hattersheim machen Ihre Veranstaltung zum besonderen Erlebniss. Als Theaterangestellte sind Sie dabei ein Theater für ein großes Casting vorzubereiten. Wie immer zu früh sind die Bewerber – damit ist das Publikum gemeint. So erhalten die Zuschauer einen Einblick hinter die Kulissen großer Musicaltheater und in die Abgründe des MockShowbusiness. Schnell wird deutlich, dass die vier selbst gern Stars am Musicalhimmel geworden wären. Außerdem wollen sie die jungen Leute vor größerem Schaden bewahren und plaudern daher aus dem Nähkästchen. So wird erzählt warum am Sunset-Boulevard die Bürgersteige hochgeklappt wurden. Es taucht auch die Frage auf ob Catsdarsteller wirklich Flöhe haben müssen.
Natürlich handelt es sich bei Musical Konfusical um eine Satire auf das Musical in Deutschland. Vor allem die Mächtigen dieses Geschäfts werden von den vier Akteuren mit beißendem Humor aufs Korn genommen. Doch auch am Starkomponisten der Szene wie Andrew Loyld Webber lässt die Putzkolonne kein gutes Haar.
Nach und nach arbeitet sich das Quartett durch alle in Deutschland bekannten Stücke und überzeugt dabei mit seinen durchaus mit professionellen Sängern vergleichbaren Stimmen. Sie nehmen alles auf die Schippe, was Musical-Fans hoch und heilig ist. Ein musikalisches Kabarett , dass mit mehr als bissigen Texten und professioneller, überzeugender Musik all das geißelt, was in bundesdeutschen Musicalhäusern geboten wird.
ShowStoppers-GackeleiaUnüberhörbar die Kritik am Musicalkonzern Stella und dessen zum Teil bombastisch aufgemachten Stücken. Deren populärste Melodien nutzen die Künstler, um mit darauf selbstgestrickten Texten den Musicalwahn ad absurdum zu führen. Und nur eine Meisterleistung unter vielen ist es, die Handlung des Musicals „Les Miserable“ in einem einzigen Song abzuhandeln. Vierstimmiger Gesang gepaart mit viel Spielfreude und Comedy – eine explosive Mischung. Herz des Abends aber sind die Songs, für die H-J Mock neue, erfrischende Texte geschrieben hat, deren Qualität das eine oder andere mal die der Originalübersetzung übersteigt. Dabei hat er, wie in den Dialogen, auf platte, vordergründige Witze und direkte Angriffe gegen Künstler verzichtet, parodiert und karikiert stattdessen behutsam und doch schonungslos die Eigenheiten einzelner Shows und der deutschen Musicalszene. Stimmlich, schauspielerisch und tänzerisch lassen die Akteure nichts zu wünschen übrig.

Sie sind bissig, spritzig , witzig und nicht zuletzt musikalisch . Mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik, verpackt in bekannte Musicalmelodien, begeistert das Quartett das Publikum. Egal ob Cats, Das Phantom, Der Glöckner von Notre Dame oder die Schöne und das Biest – die Showstoppers haben für jeden Klassiker eine Parodie parat.