Musik-Kabarett am 6. Oktober 2007 , 20.30 Uhr, in der Gackeleia in Ronneburg

Christian Hirdes:

"Anmache"


musiKabarett poetiComedy

Komiker oder Kabarettist? Poet oder Liedermacher?
Christian Hirdes ist von allem ein bisschen -und das auf seine sehr eigene Art.
Schüchtern kommt seine "Anmache" daher, ein wenig weltfremd und verloren wirkt er,
gehört der junge Mann wirklich auf die Bühne?


Weiß er, was er da tut?

0

...doch schnell zieht Christian Hirdes das Publikum in seinen Bann, mit witzigen zwischen-menschlichen Alltagsgeschichten, mal poetisch und sprachverliebt, mal ironisch bis sarkastisch, durchsetzt auch mit gelegentlichen liebenswert vorgetragenen Anzüglichkeiten - und einer guten Portion Klamauk. Dabei begleitet sich der Musiker selbst am Klavier bzw. an der Gitarre -oder wartet mit überraschenden Playback-Arrangements auf. Und obwohl man "Fräulein Bäcker" verstehen kann,die ihn mit seiner "Anmache" abblitzen ließ, bedauert man es irgendwie doch, dass sie ihm keine Chance gab, ihn näherkennenzulernen.
" Anmache " heisst sein Programm, dabei wirkt er doch auf den ersten Blick so harmlos, so unschuldig -und fast verloren auf der Bühne, der jungenhafte Fast-Mittdreißger mit dem schüchtern schrägen Charme.

Er weiß selbst gar nicht recht, ob er eher Kabarettist oder Comedian, Poet oder Liedermacher ist, will doch nur seine Songs, Gedichte und Geschichten vortragen -und zieht das gespannte Publikum damit auf seine Seite und in seinen Bann. Christian Hirdes überrascht,
verblüfft, hat es faustdick hinter den Ohren.

Am Klavier, an der Gitarre oder nur am Mikrofon spielt er mit der Sprache und der Erwartungshaltung des Publikums, erzählt feine Geschichten voller Witz, wird dabei mal böse ironisch, mal gefühl- und stimmungsvoll oder auch mal hemmungslos albern -und zeigt damit, dass Spaß und Niveau, Unter-haltung und Anspruch, Comedy und Kabarett einander nicht
ausschließen müssen.

Im schlabbrig roten T-Shirt steht er vor "Fräulein Bäcker" im Hausflur und beichtet ihr mit unschuldigem Charme seinen Traum der letzten Nacht. "Unverschämt?" Er versteht die Welt nicht mehr. Und so steht er auch vor seinem Publikum und wundert sich, wenn das Kinderbuch über die spannenden Abenteuer der Kröte Christa Lachsalven hervorruft und wenn bei Geschichten über Lisa und ihre vier chinesischen Freundinnen Li, Si Tsi und Tsu bisweilen kaum jemand folgen kann, da Lisa Li sah und Tsu Si zusah. Auf solch "anspruchsvolle" Literatur lässt Christian Hirdes dann aber auch "fetzige" Musik folgen, gesteht hip-hoppend "Ich kann nicht kochen", zelebriert ein Grand-Prix-Lied alter Schule oder fährt als LKW-Fahrer unentwegt "von Neuss nach Moers und von Moers nach Neuss".

Am Klavier singt der Kabarettist von noch lebendigen Organspendern und von Kindern, die sich am Kiosk gemischte Süßigkeitentüten seelenruhig und individuell zusammenstellen lassen, während die Warteschlange lang und länger wird. An der Gitarre enthüllt der Liedermacher den wahren Hintergrund des kieksenden Stimmüberschlags der "Cranberries"-Sängerin und den Einfluss des Imageberaters auf die Veröffentlichung der Lieder von Reinhard Mey.

Lieder, Gedichte, Geschichten. Nach zwei Jahren festem Programm ist "Anmache" nun wieder im Fluss, mischt Christian Hirdes alte "Hits und Highlights" mit neuen Songs, ohne die roten Fäden zu verlieren.Er liebt die Liebe und die Sprache, zelebriert selbstironisch das Künstlerdasein und betrachtet die Welt und ihre schönen Menschen völlig verrückt mit um 180 Grad verdrehtem Kopf.
Und fügt dem ganzen nun, mit fast Mitte 30, da beim Mann die Spätpubertät nahtlos in die Midlife-Crisis übergeht, bisweilen einen Schuss augenzwinkernder Nostalgie hinzu.

<leer>
0
0
0
 

<leer>
Pressestimmen kompakt :

"…legt […] eine Wortgewandtheit und Virtuosität im Umgang mit der deutschen Sprache an den Tag, die ihresgleichen sucht. […]
Doch zeigt er nicht nur sprachliche Raffinesse, sondern auch musikalisches Talent. ,Anmache' ist ein sehenswertes Programm, das eine abwechslungsreiche Mischung aus sprachlichem Witz und musikalischer Untermalung mit einem mitreißenden Künstler bietet."
WAZ Bochum 06

"Mit einem Witz, der angenehm unaufdringlich daherkommt, versteht er es, das Publikum mit seinen Liedern und Gedichten für sich einzunehmen. […] Ein Heinz Erhard hätte vermutlich seinen großen Spaß gehabt".
Göttinger Tageblatt 06

"Er begeistert das Publikum als poetischer Frechdachs und stimmgewaltiger Kleinkünstler"
Löhner Zeitung 05

"Kleinkünstler und Universaltalent Christian Hirdes hat es faustdick hinter den Ohren und das Publikum (...) schnell im Griff.
Neue Osnabrück Zeitung 2005

"Immer wieder ein Erlebnis ist Christian Hirdes. […] zeigt, dass es sich in der Kleinkunstszene um einen ganz großen ,Kriminellen' handelt. Er ist äußerst trickreich mit der deutschen Sprache unterwegs und auf allen Gebieten ein Genie"
Ruhrnachrichten Witten 07

Die rhythmisch exakten, temporeichen, mit sauberem Versmaß und intelligent gereimten Texte des 32-Jährigen sind ein Genuss. […] auf jeden Fall spielt er auf hohem Niveau völlig verrückt, […]landet mit gezielten Schüssen, Pässen und Angriffen auf die Lachmuskeln des Publikums einen Treffer nach dem anderen."
Neue Westfälische, Bielefeld 2006

<leer>