Lesung- Theater am 7. November 08 in der Gackeleia in Ronneburg


Erwarten Sie an diesen Abend allerdings keine Lesung im üblichen Sinne.KIR Logo

Zu dieser Veranstaltung werden sich hochkarätige Darsteller auf unserer Bühne befinden.
Die KULTUR INITIATIVE RONNEBURG hat es zu Wege gebracht, den bekannten Schriftsteller Dr. Otto A. Böhmer zu verpflichten. Als Autor vieler Bücher hat er u.a. über das Leben von Joseph von Eichendorff geschrieben. Unter dem Titel der Veranstaltung " 220 Jahre Joseph von Eichendorff " liest er bei uns aus seinem Werk vor. 

Zugegeben: Kein Kabarett und auch keine Comedy; aber es verspricht durchaus sehens- und hörenswert zu werden,  etwas über das Leben eines unserer größten Schriftsteller und Romantiker zu erfahren.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Er zählt mit etwa 5.000 Vertonungen zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern und ist auch als Prosadichter ( Aus dem Leben eines Taugenichts )  bis heute gegenwärtig. Staunend nehmen wir zur Kenntnis, welche Vielzahl seiner Werke und Gedichte heute alltäglich verwendet werden, ohne zu wissen wer sie eigentlich geschrieben hat.
 
Ebenfalls auf der Bühne erwartet Sie der bekannte Schauspieler Wolfgang Kaven. Bestens bekannt aus Funk und Fernsehen, aber auch als Filmemacher.  Er wird Texte ausdrucksstark rezitieren. Wer Kaven schon einmal live erlebt hat, der weiss wie Pointen- und Geistreich sein Auftreten sein kann.

Wir freuen uns, hier in unserer kleinen Kleinkunstbühne einmal etwas ganz anderes, aus der üblichen Spur heraus,  zeigen zu können.


Wenn Sie mehr über Dr. Otto A. Böhmer und Wolfgang Kaven erfahren möchten :

BoehmerWetterauer Kulturpreis geht an
Dr. Otto A. Böhmer



Der Wetterauer Kulturpreis des Jahres 2007 wird dem in Wöllstadt lebenden Schriftsteller Otto A. Böhmer verliehen. Böhmer, so heißt es in der Begründung der Jury, habe mit seinen Büchern einem breiten Publikum den Zugang zu bedeutenden Dichtern und Philosophen ermöglicht. Kreisbeigeordneter und Kulturdezernent Bardo Bayer bezeichnete die Verleihung des Kulturpreises an den Wöllstädter Schriftsteller als eine hervorragende Wahl der Jury, die damit ein jahrzehntelanges Wirken würdige. Der 1949 in Rothenburg ob der Tauber geborene Schriftsteller studierte in Freiburg und Münster Philosophie, Politologie, Soziologie und Literaturwissenschaften. Als freier Autor war er anschließend bei bekannten Verlagen tätig, um sich dann als Autor selbständig zu machen. Seit Jahrzehnten schon lebt Otto A. Böhmer in Nieder Wöllstadt in der Wetterau. Otto A. Böhmers schriftstellerisches Schaffen ist breit. Eine Vielzahl von Büchern hat er verfasst. Besonders erfolgreich ist er mit seinen Künstlerbiographien und Anthologien von Goethe über Schiller bis Heine. Seine Sternstunden der Philosophie und Sternstunden der Literatur, die auch als Taschenbuch verlegt wurden, haben mehrere Auflagen erreicht und sind auch als Hörbücher besprochen. Aktuellstes Werk von Otto A. Böhmer ist ein "historischer Roman aus der jüngsten Zeit". "Der Zuwender", kam im Herbst des vergangenen Jahres auf den Markt. In dem Buch erbringt Böhmer den Beweis, dass Politik sehr wohl ein Romansujet sein kann. Sein Protagonist, der Kulturstaatsminister Alexander Pocke-Pückler erleidet einen Kollaps und wird in eine Rehabilitationsklinik im Schwarzwald eingeliefert. Dort erlebt er seine wunderbare Genesung und je mehr er sich von der Politik abkehrt, um so mehr findet er zu sich selbst. Pocke-Pückler begegnet in der Klinik dem Ich-Erzähler des Romans, der mit zahllos eingestreuten Geschichten über Eichendorff in Heidelberg, Goethe in Frankfurt oder Friedrich Nietzsche aufwartet. Letzten Endes wechselt der Kulturstaatsminister seinen Beruf und wird ein Zuwender in jener Rehabilitationsklinik, die ihm selbst zur Genesung verholfen hat. Zuwendung, so die Botschaft, ist das, was den Patienten am meisten fehle. In der Wetterau ist Otto A. Böhmer auch den Leserinnen und Lesern einer Tageszeitung bekannt durch seine Glossen zum Fußballgeschehen und seine Beiträge zur "literarischen Wetterau". Zudem ist er als Autor bei zahlreichen Vorträgen in Friedberg und Bad Nauheim in Erscheinung getreten. Otto A. Böhmer wurde im Jahre 2001 mit dem Erich-Fried-Preis der Republik Österreich ausgezeichnet, im Jahr darauf erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Cuxhaven. Auf die offizielle Verleihung des Kulturpreises seines Heimatkreises muss Otto A. Böhmer noch bis Ende November warten. Zeitpunkt und Veranstaltungsort müssen noch abgestimmt werden. Der Wetterauer Kulturpreis wurde erstmals Ende der 80er Jahre zunächst an die Galerie Hofmann in Friedberg, im Folgejahr dann an den Schauspieler Hans Schwab, Betreiber des Fresche Keller in Ortenberg, verliehen. Aufgrund der schwierigen Haushaltssituation wurde der Preis in den Jahren bis 1998 nicht mehr vergeben. Der Initiative von Landrat Rolf Gnadl ist die Wiederbelebung des Preises zu verdanken. Erster Preisträger des neuen Preises war der Bad Nauheimer Bildhauer Gerhard Burk. In den folgenden Jahren wurden das Büdinger Theater Mimikri, der Friedberger Autor Andreas Maier, der Büdinger Jazzpianist Dirk Raufeisen, der Büdinger Bildhauer Bernhard Vogler, der Bad Nauheimer Maler und Bildhauer Jox Reuss, das Theater "Alte Feuerwache" Bad Nauheim und der Bad Vilbeler Fotograf Winfried Eberhardt ausgezeichnet.

Erstellt am: 2007-06-08 www.wetteraukreis.de



KavenWolfgang Kaven
Ein Portrait

Wolfgang Kaven, der berühmte Schauspieler und Rezitator, hat sich jüngst mit der ersten vollständigen Lesung von Nicolas Borns Roman "Die Fälschung" bei vielen kulturbegeisterten Wendländern einen Namen gemacht. Seinen Lebensweg und sein berufliches Schaffen fasst nun ein Porträt zusammen.Geboren wurde Kaven 1940 in der Hansestadt Hamburg. Dort widmete er sich dem Journalismus, bis er 1963 anfing, sich außerdem in schauspielerischen Kreisen zu beschäftigen. Es begann mit Theaterrollen unter anderem in Gießen, Coburg, Luzern, Bonn, Dortmund und Lübeck, bis er 1973 ans Thalia-Theater in Hamburg gelangte und dort mehrere Jahre in vielen Aufführungen mitspielte.Seine Einstandsrolle dort war die des Edward IV. in dem von Hans Hollmann inszenierten Stück "Richard III.", in dem damals Boy Gobert die Hauptrolle spielte.Es folgten neben vielen anderen Engagements mehrere Stücke vom Regisseur Jürgen Flimm; als Beispiele wären zu nennen Harvarths "Geschichten aus dem Wiener Wald" oder "König Wentzel".1976 wechselte Kaven schließlich die Stätte seines Schaffens und gelangte zum Deutschen Schauspielhaus Hamburg, wo eine intensive Zusammenarbeit mit Giorgio Strehler begann, auf die er bis heute als "prägende Theaterarbeit" zurückblickt. Unter anderem überzeugte er in der Rolle als Arbeitsloser in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" hervor.1980 suchte Kaven nach neuen Herausforderungen und verließ die Bühne, um sich fortan verschiedenen Aufgaben in Funk und Fernsehen zu widmen. Als TV-Sprecher leiht er seine markante Stimme zahllosen Beiträgen und Dokumentationen aus dem kulturellen, gesellschaftspolitischen und zeitweise satirischen Bereich, so auch für das NDR-Magazin "Extra Drei".Im Radio war und ist er in Hörspielen, Features und Reportagen (z.B. "Zwischen Hamburg und Haiti") präsent; gelegentlich ist er als Moderator im Klassik-Panorama auf N3 zu hören.Seit 1988 widmet er sich auch als Schauspieler verstärkt Auftritten in diversen Fernsehproduktionen und wirkte in mehreren Spielfilmen ("Affäre Nachtfrost", "Strohms Partner", "Ein Engel auf St. Pauli" und in Volker Schlöndorffs Born-Verfilmung "Die Fälschung" von 1981) sowie in einigen Serien ("Großstadtrevier", "Die Männer vom K3", "Ein Heim für Tiere", "Wolffs Revier", "Mordkommission", "Tatort", "Leib und Seele") mit. In letzterer hatte er von 1988-92 eine durchgehende Rolle.et er sich auch immer wieder gern einem völlig anderen Medium, der literarischen Lesung. Vorwiegend ist er diesem liebgewonnenen Hobby in der Zentralbibliothek und dem Literaturhaus in seiner Heimatstadt Hamburg nachgekommen. Das Repertoire der von ihm gelesenen Autoren umfasst namhafte Schriftsteller wie Goethe, Brodsky ("Ufer der Verlorenen"), Cees Nooteboom ("Der Umweg nach Santiago"), Robert Walser ("Der Spaziergang"), Heimito von Doderer, Bohumil Hrabal und Krachtowil sowie eine kleine Anzahl arabischer Autoren aus dem Iran, dem Irak, Libyen und Syrien.2001 war ein ereignisreiches Jahr für Wolfgang Kaven: Nach seinem Umzug von Hamburg ins wendländische Gusborn bot er vom 14. 10.bis zum 16. 12. an zehn aufeinander folgenden Sonntagen interessierten Zuhörern am Künstlerhof Schreyahn die erste vollständige Lesung von Nicolas Borns Roman "Die Fälschung". Danach war er jedes Mal zu einem offenen Gespräch mit allen Anwesenden bereit.Doch es zieht ihn noch immer zurück an seinen Geburtsort: Im Dezember 2001/Januar 2002 las er für die Literatur-Event-Agentur "LeS ArT" in Hamburg Bernard Malamuds "Ein Engel namens Levine".




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Diese Vorstellung ist eine
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