Konzert am 20. Dezember 08 um 20.30 Uhr, in der Gackeleia in Ronneburg
Klaus Eickhoff
Fragen über Fragen, die natürlich auch vor dem Weihnachts-Wahnsinn im 21. Jahrhundert nicht Halt machen. Denn was beim Fußball der Pokalwettbewerb, ist im Jahreskalender die Weihnachtszeit: Hier herrschen eigene Gesetze! „Zimt an allen Enden, Zimt in allen Ecken, Zimt in Schokoschafen, Zimt in Schnecken.“ Ach, du fröhliche! ist keine Schenkelklopf-Unterhaltung, erst recht keine zynische Verun-staltung des großen Festes. Viel mehr serviert Songpoet Eickhoff mit seinem Weihnachtsprogramm eine hochwertige Mischung aus kabarettistischen Songs und Texten, in denen sich vielleicht sogar ein Schuss Besinnlichkeit finden lässt. Jedoch nur mit einem Lächeln auf den Lippen.

Eickhoff trägt sein einfühlsames Herz mit spitzbübischem Charme auf einer stolzen Zunge, der die überquellende Freude am Fabulieren deutlich anzumerken ist. Überhaupt ist das überzeugende Spiel mit der Sprache Quelle des Erfolgs des preisgekrönten Liedermachers

Handgemacht vom Anfang bis zum Schluss

Klassik ist Ihnen zu ernst - Comedy zu locker? lach
Ein Konzert ganz besonder Art bieten wir unserem Publikum. Als Kontrast zu Kabarett und Comedy setzen wir hier Zeichen für die musikalische Unterhaltung in der Kleinkunstbühne.

Bereits dreimal hatten wir den Liedermacher Klaus-André Eickhoff
aus Aachen im Programm. Was von Eickhoff auf der Bühne geboten wurde, lies auch den letzten Skeptiker zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Nach fast zwei Stunden Programm forderte das Publikum mit einer Intensität weitere Zugaben wie es sie so noch nicht in der Gackeleia gegeben hatte.

Ein bisschen Reinhard Mey, eine Prise Konstantin Wecker, Klaus-André Eickhoff bietet eine sehr sympathische und eigenwillige Mischung. Ungezwungenes Plaudern mit dem Publikum, unaufdringliche Ausstrahlung, harmonisch warmes Klavierspiel, persiflierender Witz. Ein Glücksfall für die Liedermacher-Szene.
Amüsant seine geistreichen und spöttischen Anmerkungen über die Schwierigkeiten der deutschen Sprache. Er schlägt leise Töne an, aber das heißt nicht, dass er auf Zynismus verzichtet, aber seine Bisse sind fein und sein Spiel von unaufdringlicher Dramatik. Charakteristisch für ihn und angenehm für das Publikum ist seine weiche, klare Stimme und der sanfte Anschlag der Tasten. Mal mit spitzbübisch-frecher, mal mit einfühlsam-warmer Stimme nimmt er die Zuhörer mit auf eine Reise durch seine Gedankenwelt. Es sind Geschichten aus dem alltäglichen Leben, leise-romantisch oder eindringlich-temperamentvoll, untermalt von Klavier-Musik, die die Zuhörer hinhören lassen, faszinieren, amüsieren, die sie berühren. Seine Lieder sind Ausdruck seiner selbst. Ungekünstelt, aufrichtig und glaubhaft offenbart er seine Gedanken. Dabei nimmt er Alltägliches aufs Korn – gewagt frech und respektlos, aber niemals verletzend.

Klaus-André Eickhoff, mehrfach preisgekrönter Liedermacher am Klavier, thematisiert Alltagsanekdoten genauso wie Lebensfragen mit Tiefgang. Dabei wagt er sich auch an heiße Eisen, etwa wenn er die Grundsehnsucht des Menschen anspricht oder sich zynisch zur Kriegsrhetorik der Politiker äußert. Vor allem aber zeigt sich Klaus-André Eickhoff mit spitzbübischem Charme dankbar für die aberwitzigen Kleinigkeiten des Alltags, sei es, dass er kein Trompeten-Double braucht, schon weil er gar nicht Trompete spielt, oder dass der Zeigefinger in die Nase passt. Ein Konzerterlebnis mit Witz und Tiefgang.

Mauer<leer>Klaus-André Eickhoff: Preise & Highlights

Emmendinger Kleinkunstpreis 2004 (Jury- und Publikumspreis)
Auftritt mit Konstantin Wecker u.a. beim Festival des politischen Liedes in Berlin 2004
Nürnberger Bardentreffen 2003
Niedersächsischer Kleinkunstpreis („Goldene Rübe“) 2003, 2. Platz
SWR2-Liederbestenliste mit dem Song „God bless America“ (Oktober-Dezember 2002)
Förderpreis für Songpoeten der Hanns-Seidel-Stiftung München (2002)
Auftritte bei den „Songs an einem Sommerabend“ auf Kloster Banz (2002)
GEMA-Stipendium für Textdichter (2002)

Seit 1997 ist er freischaffender Komponist und Musiker, arbeitete mit zahlreichen Bands und Ensembles unterschiedlicher Stilrichtungen zusammen und wirkte bei vielen CD-Produktionen mit.