Dich hören Gänsehaut kriegen,Dich sehen ins Schwärmen geraten,Dich fühlen wahnsinnig werden.Bin ich süchtig ?
Lesung mit
Heide Kunz-Traubert
Musikalisch begleitet von
Marcus Rüdel auf dem Piano und mit dem Saxophon

Unter dem Titel „Süße Sünden“ erschien 1986 ihr erster Lyrikband, ein Erfolgin der inzwischen vierten Auflage und Abdruck einzelner Texte in Zeitschriften und Anthologien. Zwischen-
menschliche Beziehungen beleuchtet sie darin. Aus der Sicht einer Frau, aber ohne sich radikal–feministischen Vokabulars zu bedienen.
Neben ihrem künstlerischen Engagement mit Gitarre und Gesang, wurde 1986 ihr schrift-
stellerisches Talent entdeckt. Es folgte die Herausgabe von zwischenzeitlich neun Gedichtbänden, in denen sie ein abwechslungsreichesSpektrum gefühlsmäßiger Hochs und Tiefs formuliert. Darüber hinaus begegnet sie in ihren Texten dem teilweise illusionslosen Alltag unverblümt und mit hinter-
gründigem Humor. Mit jährlich zahlreichen Lesungen, dem Abdruck ihrer Texte in Zeitschriften und Anthologien, diversen Auszeichnungen, u. a. Kulturpreis ihrer Heimatstadt, hat sich die Autorin mit ihrer kunstvollen und ideenreichen Metaphorik auch überregional einen festen Platz unter Deutschlands Lyrikern erobert.
Ihre Bücher beinhalten Gedichte und Aphorismen aus nahezu zwei Jahrzehnten lyrischen Schaffens und verdeutlichen, wie es Heide Kunz-Traubert gelungen ist, dass sich die Sprache nicht „auf ihrem Gedankengerüst räkelt und im Schweigen ausruht." an den Tagen, wo Eimer, Schrubber, Besen und Kehrschaufel regieren, behaupten die wenigsten, dass sie putz-
munter sind. Entscheidungendie aus dem Bauch heraus getroffen werden, reduzieren keineswegs den Leibesumfang.
Was ich persönlich, sehr bedaure.
"Bevor du dich über die Schattenseiten eines tristen Tages beklagst, solltest du dich vergewissern, dass alle Rollläden hochgezogen sind."
Vor fünf Jahren erhielt sie in ihrer Wahlheimat Bruchköbel den städtischen Kulturpreis. „Ein Ansporn“, sagt sie, weiter zu machen. Es war nicht der einzige Lorbeerkranz, den sie ihren Werken aufsetzen durfte. Im großen deutschen Literaturbetrieb hat Heide Kunz-Traubert ihre Nische gefunden, das attestieren ihr Kritiker. Kritiker mit großen Namen zumal: Von einer Meisterin der kleinen Form, der es stets gelinge, auf Handtellergröße zu meißeln. Bescheidenes Lächeln auf der anderen Seite einer Kaffeetafel: Kunz-Traubert freut sich über Blumen; sie behängt sich nicht mit ihnen, läßt sich nicht beeindrucken von der Dramatik dunkelroter Rosen, weiß, dass mit ihrer Vergänglichkeit auch allzu oft die Hoffnungen schwinden, so eines der subtilen Sprachbilder, die sie zu zeichnen vermag. Es passt auf ihre Einstellung zum eigenen Wirken: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass sich meine Dichtungen zu einer so großen Sache entwickeln würden“. Haben sie aber. Heute ereilen Heide Kunz-Traubert Einladungen aus dem ganzen Bundesgebiet. Sie genießt jede Lesung.
Marcus Rüdel studierte von 1999-2006 an der Musikhochschule in Würzburg Jazz-Sax bei
Leszek Zadlo und Jazz- Piano bei Chris Beier, Tine Schneider und Bernhard Pichl, sowie Neben-
fächer Gesang und Komposition. Er erwarb Qualifikationen als Diplommusikpädagoge (DML) und als
Diplommusiker (DM). In Aschaffenburg leitet er die Lukas Gospel Singers und den Aschaffenburger
Jazzchor, ist dort an dem Karl-Theodor- von-Dalberg-Gymnasium in dem musischen Zweig als Instru-
mentallehrer und in der Städt. Musikschule Aschaffenburg tätig.
In Frankfurt leitet er den Jazzchor des Hessischen Rundfunks und ist in zahlreichen Bands und Formationen aktiv.